FAQ

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Ist Ihre Antwort nicht dabei? Wir freuen uns auf Ihre Mail und nehmen interessante Beiträge und Fragen gerne in unseren Katalog mit auf. 

Gibt es eine Zulassung für Abstandhalter?

Nein! Die Beschaffenheit von Abstandhaltern wird durch die DIN 1045 geregelt. Zusätzlich verweist die DIN auf das Merkblatt „Abstandhalter“, Ausgabe 07/2002, herausgegeben vom Deutschen Beton-Verein.

Wieviele Abstandhalter muss ich einbauen?

Die genaue Anzahl hängt wesentlich von der jeweiligen Einbausituation ab. Angaben dazu befinden sich im Merkblatt des Deutschen Beton-Vereins „Betondeckung und Bewehrung“, Ausgabe 07/2002. Grob vereinfacht gilt folgende Faustregel: Pro Quadratmeter werden circa vier bis fünf Stück benötigt. Sind die Abstandhalter linienförmig, beträgt der Achsabstand bei Bewehrungsstäben bis 14 mm 50 cm, bei einer Größe ab 16 mm Durchmesser beläuft er sich auf 70 cm.

Wann müssen Betonabstandhalter verwendet werden?

Betonabstandhalter sollten eingesetzt werden, wenn die Betonoberfläche besondere Anforderungen wie zum Beispiel Wasserundurchlässigkeit, UV-, Frost-, Tau- und Temperaturbeständigkeit erfüllen muss. Vor Baubeginn sind deshalb vom Planer und der ausführenden Firma sorgfältig die geforderten Eigenschaften der Betonoberfläche festzulegen.

Ist bei Betonkonstruktionen im Trinkwasserbereich die Verwendung besonderer Abstandhalter notwendig?

Im Trinkwasserbereich können nur Materialien verarbeitet werden, deren Unbedenklichkeit geprüft und nachgewiesen worden ist – dies gilt auch für die in den Beton eingebundenen Abstandhalter. Deshalb werden hier in der Regel nur zementgebundene eingesetzt.

Welche Druckfestigkeit haben Betonabstandhalter?

Bei den Standard-Betonabstandhaltern liegt die Druckfestigkeit des Betons bei circa 30 - 35 N/mm2 (Würfeldruckfestigkeit). Für die praktische Anwendung zählt jedoch die tatsächliche Tragfähigkeit eines Abstandhalters, die abhängig von Form und Größe ist. Die Bestimmung der Tragfähigkeit erfolgt gemäß den Prüfungen nach dem DBV-Merkblatt „Abstandhalter“.

Beeinträchtigen Abstandhalter aus Kunststoff die Feuerwiderstandsdauer von Betonkonstruktionen?

Nein! Wie im Merkblatt „Abstandhalter“ des Deutschen Beton-Vereins nachzulesen, wird durch den Einbau von Kunststoff-Abstandhaltern die Feuerwiderstandsdauer nicht vermindert. Dies erklärt sich mit der prozentual relativ kleinen Masse der Abstandhalter bezogen auf die gesamte Betonoberfläche.

Gibt es eine Zulassung für Rückbiegeanschlüsse?

Rückbiegeanschlüsse sind nicht zulassungspflichtig. Ihre Anwendung wird geregelt durch die DIN 1045, sowie durch das Merkblatt „Rückbiegen von Betonstahl und Anforderungen an Verwahrkästen“, herausgegeben vom Deutschen Beton-Verein.

Für welche Durchmesser werden Rückbiegeanschlüsse geliefert?

Rückbiegeanschlüsse werden in den Durchmessern acht bis zwölf mm hergestellt. Größere Durchmesser sind nur in speziellen Ausführungen auf Anfrage erhältlich.

 

 

 

 

Welcher Betonstahl wird für Rückbiegeanschlüsse verwendet?

Zum Einsatz kommt ausschließlich rückbiegefähiger Betonstahl gemäß DIN 488.

Nach welchen Vorschriften werden Schraubanschlüsse geregelt?

Schraubanschlüsse gehören zu den nichtgeregelten Bauprodukten gemäß LBO und bedürfen als sicherheitsrelevantes Produkt einer „Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung“ durch das Deutsche Institut für Bautechnik in Berlin.

Abdichtungstechnik: Wozu werden Quell- bzw. Dichtbänder verwendet?

Quell- bzw. Dichtbänder werden ausschließlich zur Abdichtung von Arbeitsfugen in Betonkonstruktionen verwendet, für Dehnfugen eignen sich diese Produkte nicht.

Worin besteht der Unterschied zwischen Quell-, beziehungsweise Dichtbändern auf Kautschukbasis und Bentonitbändern?

Die Formstabilität macht den Unterschied: Quellbänder auf Kautschukbasis vergrößern bei Kontakt mit Wasser ihren Querschnitt, bleiben aber formstabil. Die Abdichtung erfolgt durch Anpressen an die Umgebung. Bentonitbänder lösen sich unter der Einwirkung von Wasser auf und setzen die feinen Risse im Beton zu.

Können Quellbänder bei Verwendung von 3-fach Fertigteilwandelementen eingesetzt werden?

Das ist abhängig von der Dicke des nachträglich zu erstellenden Ortbetonkerns und der Bewehrungsführung: Bei großen Wanddicken können sie eventuell benutzt werden, für heute üblicherweise dünne Wandelemente raten wir davon ab – denn die erforderliche Verdichtung des Betonkerns auf der Baustelle stellt sich dann problematisch dar.

Wann sollten Injektionsschläuche frühestens verpresst werden?

Nach vier bis sechs Wochen, wenn der Schwindprozess im Beton abgeklungen ist. Nur so ist es möglich, alle Risse im Beton durch das Injektionsgut (Injektionsharz) zu schließen/verpressen.

Wieviel Injektionsmaterial benötige ich?

Das ist abhängig von der Größe der Arbeitsfuge, sowie der Anzahl und Größe vorhandener Fehlstellen im Beton.

Was bedeutet WU-Spannstelle?

Es handelt sich hierbei um Spannstellen, die wasserundurchlässig sein müssen und für die sich verschiedene Lösungen anbieten. Der Nachweis der Wasserundurchlässigkeit erfolgt durch Prüfungen bei Materialprüfämtern mit Prüfbericht. 

Wird durch Kunststoff-Schalungsspreizen die Feuerwiderstandsdauer von Betonbauteilen reduziert?